März 2015

Ran an den Fels!

23.03.2015 18:18

Die Kletter-AG am Gausbacher Straßenwandel im Murgtal

Am 09.03.2015 meinte es das Wetter gut mit den Teilnehmern der Kletter-AG, die Sonne schien mit warmen 12 Grad. Die Gruppe brach also auf, um die Gausbacher Straßenwand im Murgtal zu beklettern. Kaum angekommen wurde schnell klar: Draußen ist ́s anders. Es hängen keine Seile, der Fels ist kalt und stellenweise noch etwas nass. Die Griffe sind nicht farbig markiert und es gibt Steinschlag. Also ein Paar neue Regeln und wichtige Dinge zu lernen: Zum Beispiel besteht absolute Helmpflicht. Die Teilnehmer konnten nun gut verstehen, warum man keine Steine einen Abhang hinunter treten oder werfen soll, denn über dem Fels verläuft ein Wanderweg. Die BetreuerIinnen übernahmen die Aufgabe die Seile im Vorstieg einzuhängen. Bis zum Schwierigkeitsgrad UIAA 5+ wagten sich einige Kinder und Jugendliche vor, jeder konnte seine Grenzen austesten und mit den Mutrufen der Gruppe teilweise erweitern.

Eines steht fest, wenn das Wetter mitspielt, wollen die Kinder wieder an den Fels!

Eindrücke aus der Kletter-AG „Das eigene Leben in die Hand nehmen“

19.03.2015 15:15

Wenn ich ein Ziel im Leben habe, kann ich es wie beim Bouldern machen. Anfangen, festhalten und dran bleiben.

Die Kletter-AG hat in diesem Jahr einen vielfältigen Anspruch. Die Kinder und Jugendlichen können beim Bouldern lernen, Ziele zu verfolgen und Misserfolge als Ansporn zu erkennen. Frustrationstoleranz und der Glaube daran etwas zu schaffen, können die Teilnehmer in der wöchentlichen AG lernen.

Konnten sich die meisten zu Beginn kaum vorstellen das Ende einer Kletterwand zu erreichen oder dem Partner am anderen Ende des Seiles die Verantwortung für das eigene Leben zu überreichen, so schaffen es mittlerweile die Meisten, nahezu selbstständig zu klettern und das „Dach“ der Kletterwand zu erreichen.

Zuletzt hieß es, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es galt, sich selbstständig abzuseilen und das von einer Höhe von 12 Metern. Da haben so manche Beine gezittert und es wurde auf die Lippen gebissen, denn der Ernst der Lage und das hohe Maß an Verantwortung wurde jedem spätestens an der Kante der Abseilplattform bewusst.

In der Reflexion und dem Transfergespräch am Ende erkannten die Kinder und Jugendlichen, dass die Stärksten an diesem Tag eigentlich die waren, die sich getraut haben zu sagen -„Ich traue mich nicht.“ Denn wer Ängste und Gefühle äußern kann und sich entsprechend verhält, kann sich selbst einschätzen und respektieren. Timo meinte: „Angst ist gut und hält uns am Leben, denn wer keine Angst kennt geht über seine Grenzen hinaus.“ Besonderer Dank gilt dem Jugendlichen Christoph K., der die Kletter-AG BetreuerInnen Denise und Christoph S. als Assistent begleitet.