März 2009

MAKISTA und UNICEF: Fortbildung an der Waldhausschule

16.03.2009 08:16

Am Dienstag, den 16. März veranstaltete MAKISTA und UNICEF die Fortbildung „Kinderrechte machen Schule“ in den Räumlichkeiten der Waldhausschule.

Gemeinsam mit Sonja Student (Vorstand MAKISTA) und ihrer Schulleiterin Ursula Grass berichteten Joshua und Ronny über die vielfältige Kinderrechtearbeit der Waldhausschule. Die Workshopteilnehmer setzten sich aus Lehrern und Schülern von umliegenden Schulen, aber auch aus Sozialarbeitern und weiteren Kinderrechteinteressierten sogar aus Erlangen, München und Landshut zusammen.

Anlässlich des 20. Geburtstags der UN-Konvention für Kinderechte ist das Schulteam der Waldhausschule verstärkt in anderen Schulen aktiv und stellt Schülern die Kinderrechte sozusagen in Augenhöhe vor.

Die vorgestellten Aktivtäten insbesondere die Ausstellung der selbstgefertigten Materialien begeisterten die Teilnehmer sehr, so dass man bereits für Mai 2010 als Referenten für eine Kinderrechtetagung in München engagiert wurde. Der Regionalsender RTV berichtete in den Nachrichten über diese Veranstaltung.

Besonders stolz in der Waldhausschule sind alle über Ronnys Teilnahme an der großen Pressekonferenz anlässlich des deutschen Staatenberichts zur Umsetzung der UN -Konvention der Kinderrechte  gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Bundestags Wolfgang Thierse und  der Abgeordneten Elkin Deligöz. Frau Grass und Ronny werden Anfang April deshalb nach Berlin fliegen!

Berufsinformationen im Blickpunkt

14.03.2009 08:19

In der 11. Kalenderwoche fanden zwei Aktivitäten zur Berufsinformation statt. Für den Mittwoch den 11.3. war der Besuch der Heinrich-Hübsch- und der Carl-Hofer-Schule geplant, in denen sich  erschiedene Berufe aus dem Handwerk vorstellten. Gleich nach unserem Eintreffen wurden wir von zwei Schülern begrüßt, die uns über den Ablauf informierten und uns auf dem Weg zu den Informationsständen der Berufe Druckes, Gärtner, Fotografen und Friseure begleiteten. In der Heinrich-Hübsch-Schule gewannen wir einen Einblick in die Berufe Fliesenleger, Metallverarbeitung sowie Maurer. Hier konnte man dann teilweise richtig „Hand anlegen“, was uns sehr viel Spaß machte. Nach einer kleinen Stärkung mit Brezel und einer Limo war der Vormittag wieder viel zu schnell vorüber und wir fuhren zurück ins Waldhaus.

Bereits im vergangen Jahr wurde mit dem Verband des Gartenbaus die Besichtigung eines Gartenbaubetriebes  organisiert. Am 12.03.09 fuhren 18 Schülern der oberen Klassen der Waldhausschule zur Betriebsbesichtigung. Pünktlich um 9.00h begrüßte uns Herr Bauer vom Gartencenter Heckert in Eggenstein-Leopoldshafen und gab uns einen umfassenden und kurzweiligen Überblick über die unterschiedlichen Tätigkeiten. So erfuhren wir über die Aufzucht von Kräutern wie Liebstöckel, Basilikum, Thymian sowie Blumen wie Orchideen, Begonien als auch Stauden, Baumschul-, Obst- und Gemüsepflanzen. Besonders erstaunt waren wie über die Tatsache, dass es sieben verschiedene Gärtnerberufe gibt. Als wir selbst Pflanzen eintopfen durften, bekamen wir eine kleine Vorstellung von der vielen Arbeit, die beim Eintopfen jeder einzelnen Pflanze geleistet werden muss.

Nach der Einnahme von der Firma Heckert bereitgestellten „Stärkung“ verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Rückweg nach Malsch.

Bericht über mein Praktikum (Diplompädagogin)

06.03.2009 08:22

Im Rahmen meines Diplompädagogikstudiums an der Goethe-Universität Frankfurt  absolvierte ich im Frühjahr 2009 ein achtwöchiges Praktikum im Jugendheim Waldhaus, einem Kinder- und Jugendheim für Jungen.

In dieser Zeit arbeitete ich in einer der fünf stationären Wohngruppen (außerdem gibt es zwei Tagesgruppen) und betreute dort mit ein bis zwei Erzieher/innen zusammen acht Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren. Insgesamt sind zwei Erziehrinnen und zwei Erzieher in der Gruppe beschäftigt, die tagsüber jeweils zu zweit die Kinder betreuen; nachts ist ein(e) Erzieher/in zugegen.

Das Waldhaus arbeitet eng mit den Eltern zusammen mit dem Ziel die Kinder, wenn möglich, wieder in ihre Familie zurückzuführen.

Per Gesetz ist die Einrichtung einem Evaluationssystem verpflichtet (in diesem Fall EVAS), mit dem in regelmäßigen Abständen die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe überprüft werden.

Der Tagesablauf der Kinder ist gut strukturiert.

Am Vormittag findet zwischen acht und dreizehn Uhr Unterricht statt. In der Waldhausschule (Schule für Erziehungshilfe) gibt es einen Grundschulzweig, eine Förderstufe und einen Hauptschulzweig. Die Klassengröße beläuft sich auf etwas sieben Kinder, die altershomogen in den üblichen Haupt – und Nebenfächern von den Lehrkräften unterrichtet werden.

Nach Unterrichtsschluss wird zu Mittag gegessen. Daran schließt sich die Hausaufgabenzeit an. Nachmittags finden Therapien, Fußballtraining und Förderstunden statt.

Im Waldhaus gibt es viele Tiere: Meerschweinschein, Hasen, Gänse, Katzen, Ziegen und zwei Therapiepferde. Die Kinder versorgen die Tiere mit, helfen im Stall und einige bekommen Reitunterricht.

Manche Kinder gehen auch in einen Sportverein oder nehmen bspw. Gitarrenunterricht. Wenn die Kinder nachmittags keine Termine haben, können sie ihre Freizeit frei gestalten. Es gibt auf dem Gelände einen Spielplatz, einen Fußballplatz und im Sommer können die Kinder im Pool schwimmen. Darüber hinaus findet sich auch im Gruppenraum immer jemand zum Spielen.

Meine praktische Tätigkeit im Waldhaus habe ich im Großen und Ganzen sehr positiv erlebt, auch wenn es nicht immer einfach war allen Kinder mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Des Weiteren habe ich erneut feststellen müssen, dass sich die in der Uni gelernte Theorie leider nicht eins zu eins in die Praxis umsetzen lässt und man stattdessen auf jedes Kind individuell bezogen handeln muss.

Dies war mein viertes Praktikum und jedes einzelne hat mich persönlich bereichert und meine Ausbildung ergänzt. Ich habe erlebt, wie engagiert hier in allen Teilbereichen gearbeitet wird und wie sehr man sich hier stets zum Wohle der anvertrauten Kinder einsetzt.

Ich danke dem Team, dass sie mich so nett aufgenommen haben und ich mich dank ihnen zu jeder Zeit voll integriert gefühlt habe. 

Nicole