August 2009

Interview mit Familienministerin Ursula von der Leyen

28.08.2009 21:50

Ein Auftrag von GEOLINO

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Im November wird die UN-Kinderrechtskonvention 20 Jahre alt. Aus diesem Grund suchte die Zeitschrift „GEOLINO“ engagierte JuniorBotschafter, welche sich für die Kinderrechte engagieren. In einer für November geplanten Sonderausgabe stellen nun fünf Jungs aus der Waldhausschule, Malsch und fünf Mädchen aus der Juniorgruppe Karlsruhe die 10 wichtigsten Kinderrechte vor.

Das  Highlight stellte jedoch  das für den Leitartikel der Sonderausgabe organisierte Interview mit der Familienministerin Ursula von der Leyen. Gemeinsam mit der Leiterin der UNICEF-AG Karlsruhe und der Waldhausschule, Ursula Grass, durften die 10-jährige Clara, der 14 –jährige Joshua und der 15-jährige Ronny am 3. September nach Amberg fahren, denn dort fand das Treffen mit der Ministerin statt. Nachdem Polizei und BKA den Ort des Treffens, ein kleines Cafe, gesichert hatten konnte das Interview beginnen. Freundlich und offen beantwortete die Ministerin die Fragen der JuniorBotschafter und erkundigte  sich sehr interessiert nach dem bisherigen Engagement der Kinder.  Diese berichteten stolz von ihren Aktionen und Schulworkshops- dafür wurden sie gebührend gelobt. Verblüfft hörten die Kinder, dass die Ministerin sich selbst auch noch Zeit nimmt, die Elternabende ihrer eigenen Kinder zu besuchen.

Nach einem letzten persönlichen Foto, für welche sich Frau von der Leyen mit jedem einzelnen zur Verfügung stellte, ging die lange Fahrt wieder nach Hause.

Gespannt warten nun alle die Novemberausgabe von GEOLINO ab. Einig war man sich, dass für ein solch interessante Begegnung gerne ein Ferientag geopfert wird!

Freizeit auf dem Pesthof

18.08.2009 01:00

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Die Wohngruppe Bachkrebseverbrachte 5 Tage auf dem Hinteren Stöckle in Schönwald. Nach einer knapp 2 stündigen Fahrt erreichten wir unser Ziel auf ca. 1000 m u.M. Mitten im Wald gelegen bietet das fast 500 Jahre alte Bauernhaus Platz genug für unsere Gruppe.

Nach dem Ausräumen und Betten beziehen gingen wir steil hinauf zum Stöcklewaldturm, von dessen Spitze sich der Schwarzwald bis zu den Alpen vor uns ausbreitete. Nachdem wir zu Abend gegessen hatten, begannen wir unser Ferienbuch zu Lesen, dass von einem alten Piratenfluch handelte.

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Freilichtmuseum Vogtsbauerhöfe. Dort konnten wir sehen wie die Menschen früher im Schwarzwald gelebt und gearbeitet haben. Viel Spaß hatten wir mit dem Holzspielzeugen, die in der Holzwerkstatt eingekauft hatten.

Am 3. Tag machten wir uns auf  eine Wanderung, die uns an die Triberger Wasserfälle führen sollte. Vom Parkplatz bei Schönwald marschierten wir zuerst in Richtung Geutsche, dann bogen wir Richtung Triberg ab. Dort machten wir zuerst am Waldsee rast und stärkten uns am mitgebrachten Vesper. Dann erklommen wir den steilen Berg entlang der eindrucksvollen Wasserfälle zurück zu unserem Ausgangspunkt. Anschließend besichtigten wir noch die Adlerschanze in Schönwald. Den Tag beschlossen wir wie immer bei unserer Feriengeschichte.

Der 4. Tag und endlich richtig schönes Wetter. Also hieß es die Badesachen packen und ab ins Triberger Schwimmbad. Dort verbrachen wir den ganzen Tag und hatten viel Spaß.

Unser letzter Tag im Schwarzwald begann mit Holzsammeln, denn es sollte am Abend ein Großes Lagerfeuer geben. Aber zuerst wanderten wir 5 km zum Escheck wo wir und mit Kuchen und Torte gestärkt haben. Wieder im Hinteren Stöckle angekommen bereiteten wir alles fürs große Feuer und unser Grillfest vor. Nachdem alle satt waren ließen wir uns am Feuer nieder und lasen unsere Geschichte zu Ende.

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen vom Stöckle. Wieder im Waldhaus angekommen konnten wir es kaum erwarten zu unseren Eltern in die Ferien zu fahren.

Sommerfreizeit im Tipidor

13.08.2009 21:38

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Endlich war es so weit. Die Schule war aus, die Zeugnisse verteilt und die ganze Last der letzten Wochen fiel von den Kindern ab. Jetzt stand unsere jährlich stattfindende Ferienfreizeit unmittelbar bevor. Dieses Jahr hatten wir etwas Besonderes geplant. Wir hatten auf dem Hengstenbacherhof in Rheinland Pfalz ein kleines Indianerdorf mit 5 großen Tipis angemietet. Der Bus war, dank guter Vorarbeit schnell gepackt und los ging die Reise. Ingesamt waren alle Kinder unserer Wohngruppe dabei, 8 Jungs und 3 Erzieher. Christine, unsere Kollegin war schon 4 Tage vorher mit 3 Jungs mit den Fahrrädern losgefahren. (Siehe extra Bericht 200 km Fahrrad- Abenteuer).

 Es war vereinbart, dass wir uns am 2.August auf dem Hengsten­bacherhof treffen sollten. Wir alberten herum, wer wohl zuerst am Urlaubsort ankommen würde. Tatsächlich war die Fahrradtruppe vor uns da. Nach einer Einweisung durch den Verpächter ging es los den Bus auszuladen und die Jungs auf die Zelte zu verteilen.

Am ersten Tag wurde die Umgebung erkundet und Holz für das erste Lagerfeuer gesammelt. Mit Werkzeug bewaffnet, ging es dafür in den angrenzenden Wald. Natürlich wurde nur Todholz gesammelt und keine lebenden Bäume gefällt.

Die Äste wurden mit dem Beil zugehauen und mit einer Säge zugeschnitten und abtransportiert. An den Tipis wurde das Holz noch zerkleinert und zu einem Feuer aufgestapelt. Während des gesamten Aufenthaltes gab es jeden Abend ein Lagerfeuer. Gekocht wurde in einer großen, runden Holzhütte auf 2 großen Gaskochern. Damit alles gerecht ablief, wurden die täglichen Aufgaben notiert und gerecht verteilt. So konnte sich keiner benachteiligt fühlen. Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück los.

Wir fuhren mit den Autos nach Rockenhausen. Dort gab es ein sehr schönes Naturschwimmbad.

Das Wasser dort wurde über eine Pflanzenkläranlage gereinigt. Besonders beliebt waren bei den Kindern der Sprungturm und die große Rutschbahn. Nach dem Schwimmbadbesuch wurde eingekauft und zurück auf der Anlage wurde gekocht und gegessen. Eine Attraktion für die Kinder war eine kleine angrenzende Schafherde.

Hier wurde ausgiebig gestreichelt, gefüttert und geschmust.

 In der Nähe von unserem Tipidorf befand sich ein großer Fluss. Also wurde der Bus mit dem Schlauchboot beladen und dorthin gefahren. Leider konnten wir nicht alle an dieser Flussfahrt teilnehmen. Ein Teil von uns ging in ein uns noch unbekanntes Schwimmbad mit angrenzendem Minigolfplatz. Vereinbart wurde, dass die Kanutruppe an einem vorher vereinbarten Platz abgeholt werden sollte. Dort erfuhren wir, was den Kanufahrern passiert war. Als sie über eine besonders flache Stelle glitten, schlitzten sie sich den Unterboden auf. Das Boot verlor Luft und bekam Schlagseite. Mit Müh und Not und unter großer Kraftanstrengung erreichten sie den vereinbarten Treffpunkt.

Für den nächsten Tag stand der Besuch eines Bergwerkes an. Als wir die Stollen betraten, waren wir froh über die vorher verteilten Umhänge und über die Schutzhelme. In den Stollen herrschte eine Temperatur von nur knapp 8 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. In vielen Gängen mussten wir gebückt laufen, so niedrig waren die Stollen. Als wir erfuhren, unter welchen Bedingungen die Männer dort gearbeitet haben, waren wir alle froh, dass wir dies nicht am eigenen Leib erfahren mussten. Selbst Kinder haben in diesem Bergwerk bis zu 10Stunden täglich gearbeitet. Nachdenklich fuhren wir zurück.

Nachmittags wurde Fußball gespielt, Frisbeescheibe geworfen oder mit dem Bogen geschossen. Die folgenden Tage verbrachten wir entweder in einem Schwimmbad oder es wurde etwas besichtigt, gespielt, oder es fand ein Hüttenbauwettbewerb statt.

Der Abend klang mit einem schönen Lagerfeuer gerade gemütlich aus, als wir den Kindern mitteilten, dass jetzt die angekündigte Nachtwanderung anstand. Alles redete wild durcheinander, Aufregung pur. Endlich zogen wir los. Die Dunkelheit umhüllte uns, sobald wir den Wald betraten. Angst wurde natürlich nicht gezeigt, auch wenn der Puls höher schlug als sonst. Mitten im Wald wurden dann Gruselgeschichten und Witze erzählt. Alle blieben wir eng zusammen, damit keiner verloren ging. Wie viele unheimliche Geräusche gab es zu hören, während man die Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Nach einer strammen Wanderung war das Ende des Waldes erreicht. Erleichterung war zuspüren. Die Reden wurden wieder großspuriger. Beschwingt machten wir uns auf den Heimweg und diesmal dauerte es etwas länger bis Ruhe einkehrte. Es wurde erzählt und geprahlt bis alle endlich einschliefen.

Der letzte Ferientag stand an. Für diesen hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Wir fuhren zu einer stillgelegten Bahnstrecke, um dort mit Draisinen (mit Fahrradantrieb) zu fahren. Je 4 Personen stiegen auf ein Gefährt. Insgesamt mussten wir 20 km zurücklegen. Das war ganz schön anstrengend und einige von uns kamen an ihre körperliche Grenze. Müde erreichten wir das Ziel.

Am nächsten Morgen wurde der Bus beladen, alles geputzt und aufgeräumt und dann ging es zurück in Richtung Malsch. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir im Waldhaus an.