Juni 2020

Special-Schulbetrieb

01.06.2020 18:12

Im Special-Schulbetrieb wird nicht nur am Wochenplan gearbeitet, sondern werden auch viele schöne Aktionen unternommen. So konnte die Gruppe „Fuchsbau“ ihre Fähigkeiten in der Küche unter Beweis stellen. Zusammen wurden verschiedene Brote und Brotaufstriche für ein gemeinsames Frühstück am nächsten Tag gezaubert. Es wurde fleißig geschnitten, gerührt, gewogen und gebacken bis am Ende drei gesunde, leckere Brote und Aufstriche entstanden sind. Das Walnussbrot, das Haselnussbrot und das Sonnenblumenkernbrot schmeckten mit den drei Aufstrichen (Kräuter-Radieschen, Karotte-Apfel, Tomate-Basilikum) vorzüglich! Schnell waren sich die Schüler einig: „Das haben wir gut hinbekommen!“

Der Fuchs kriegt kein Corona - Pandemie und Jugendhilfe

01.06.2020 10:52

Ein unsichtbares Virus bestimmt seit mehr als zwei Monaten unser Leben. Kontaktsperre, Mundschutzmasken und Abstandhalten sind alles Maßnahmen, die auch uns im Waldhaus betreffen. Diese neue ungewöhnliche Situation stellt alle Menschen aktuell vor große Herausforderungen, auch die Wohngruppe Fuchsbau.

Anfangs sorgten die Maßnahmen bei unseren Jungs für große Aufregung: Zuerst war das Lehrerkollgium in Quarantäne und die Gruppen wurden mit Lernpaketen während 9 Schultagen versorgt. Dann mussten sie auch noch dauernd Hände waschen und Abstand zu den Kindern und Jugendlichen, sowie zu den Erziehenden und Lehrkräften der anderen Gruppen halten. Und als ob das nicht genug wäre, wurde auch noch die Ferienheimfahrt abgesagt. Normalerweise fahren alle in den Ferien und im zweiwöchigen Rhythmus zu ihrer Familie nach Hause. Einem 11-Jährigen zu erklären, warum die Osterferien ausfallen müssen und er nicht wie gewohnt seine Familie sehen kann, ist gar nicht so einfach, vor allem, wenn niemand etwas dafürkann.  Auch außerhalb des Waldhauses gab es kaum Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Dadurch wurde das Leben mit den ohnehin schon bestehenden Einschränkungen zusätzlich erschwert.

Aber wie an Vieles, gewöhnten sich unsere Jungs schnell an die neuen Gegebenheiten. Auch auf den Unterricht, der seit dem 30. März nicht wie sonst in der Klasse, sondern mit den Jungs aus der eigenen Wohngruppe stattfindet, konnten sie sich schnell einstellen.

Zudem macht Not auch erfinderisch: Es mussten neue Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht und gefunden werden, alte wurden wiederentdeckt. Die guten alten Brett- und Kartenspiele erlebten eine Renaissance. „Stadt, Land, Fluss“ und „Schiffe versenken“ sind hier als echte Klassiker zu erwähnen.  Die einfallsreichen Erziehenden taten ihr Übriges: Lagerfeuer mit Würstchen und Stockbrot, Sporteinheiten, Frisbee-Golf, Hütte bauen im Wald sind nur einige der Dinge, die dazu beitrugen, die neue Situation so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Auch das Lockern des Medienkonzepts sorgte hier und da für Entspannung.   

Was bleibt zu sagen? Das Gröbste scheint vorerst überstanden. Auch Heimfahrten können nun erstmal wieder stattfinden. Krisenmanagement kennen wir bereits gut unserem Gruppenalltag – da lassen wir uns alle nicht so schnell aus der (Un-)Ruhe bringen.

„Revival“ eines alten Trends – FINGERBOARDING - bei den Bachkrebsen

01.06.2020 09:17

Die 8 – 10 Zentimeter langen Mini-Skateboards werden mit dem Zeige- und Mittelfinger „gefahren“. Mit koordinierten Bewegungen können Tricks gemacht werden, die auch mit echten Skateboards möglich sind.

Über den Internet-Gebrauchtmarkt und den Bekanntenkreis organisierte ein Betreuer gut erhaltene Fingerboards und diverse Ersatzteile, die günstig abzugeben waren und teilweise sogar gespendet wurden – „ist ja für einen guten Zweck“.

Nachdem die Jungs nun mit der Hardware ausgestattet waren, fehlte noch eine geeignete Fläche um das Können zu testen und es nach und nach auszubauen. So kam die Idee einen Fingerboard‑Skatepark zu bauen – von Grund auf nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gestaltet. Nach einer Ideensammlung mithilfe vergleichbarer Projekte begann der Bau der Half-Pipe. Als Material wurden im Baumarkt Zuschnittreste für kleine Eurobeträge gekauft und mit der Stichsäge weiterbearbeitet.

In den nächsten Wochen soll unser Skatepark weiterwachsen und auch zuletzt auch bemalt und mit stylischen Stickern beklebt werden.